“How would you like your eggs?” – Breakfast in America
18. November 2008 von Micha
Abgelegt unter Typisch Amerika!
Nicht nur für Erstreisende gehört das “Breakfast in America” immer zu einem Highlight des Tages.
Ich erinnere mich da immer gerne an den Filmklassiker “Wilder Westen Inklusive”, wo ein älteres Ehepaar in einem Hotelrestaurant “Two Earlypieces” bestellt hat, und der Servicekraft fast die Augen ausgefallen sind. Typisch Deutsch halt. Typisch Deutsch ist oftmals auch der Bestellvorgang des Frühstücks. Mit einer einfachen Bestellung aus der Karte ist es meistens nicht getan. Wer ein Frühstück mit Toast, Speck und Eiern möchte, der muß sich schon auf einen Schwall von Fragen einstellen. So oder so ähnlich wird es bestimmt schon vielen ergangen sein:
Auszug aus einem Morgendialog: (nicht immer ganz ernst nehmen):
Service: „Good morning guys – how are you doing today?”
Deutscher: (in bestem british englisch – wie zu Schulzeiten gelernt): „I’m fine”
Service: „Good – are you ready to order?”
Deutscher: „Yes” und zeigt auf das Bild mit dem großen Frühstück, „for me one”
Service: „What kind of bread do you want?”
Deutscher: denkt sich ‘natürlich Toast Du dumme Gans’ – was folgt ist ein fragender Blick.
Service: „We have wheat and white bread”
Deutscher: nach kurzem Zögern und dem heimlichen Gedanken ‘Gras brauche ich jetzt noch keins’ antwortet er selbstsicher: „white bread” (er hat sich an einen Blog erinnert, wo dies mal beschrieben wurde).
Die freundliche, blonde Servicekraft kritzelt dies auf Ihren Block, während der Deutsche sich denkt: ‘Puh, richtig gemacht.’
Service: „Ok – and how would you like your eggs?”
Deutscher: „Yes, eggs please” (denn der Deutsche antwortet lieber immer mit „yes” als gar nicht, wenn er nichts versteht).
Service: „How would you like them?”
(So langsam bilden sich die ersten Schweißperlen auf der Stirn des Deutschen…)
Service: (schnell aufzählend) „We have scrambled, sunny side up, easy, over easy and boiled.”
Deutscher: (während der Schweiß sich den Weg über die feuchte Stirn sucht): „Äh… gekocht – cooked”
Beenden wir an dieser Stelle mal den satirischen Dialog und betrachten zum Verständnis das amerikanische Frühstück mal so, wie es wirklich ist.
Unterschieden wird im Prinzip von Frühstücksbuffets oder dem Kontinentalen Frühstück und einem Frühstück im Restaurant. Die großen Frühstücksbuffets findet man hauptsächlich in der Spielermetropole Las Vegas. Nahezu jedes größere Hotel bietet mal für mehr, mal für weniger Geld ein reichhaltiges Buffet an. Das “continental breakfast” wird oft in den einschlägigen Hotel- und Motelketten angeboten. Dabei wird in einem Frühstücksraum, oder im Lobbybereich “das Nötigste” bereit gestellt. Hauptsächlich findet der hungrige Tourist Toast, Jelly, Donuts, Müsli und süßes Gebäck. Dazu serviert gibt es immer den üblichen Kaffee. In den größeren Ketten ist man dazu übergegangen und hat das “continental breakfast” mittlerweile “erweitert”: neben zusätzlichen Getränken in Form von Milch oder Fruchsäften aus dem Automaten findet man ofmals auch Speck&Ei und einen großen Obstkorb mit Orangen, Äpfeln und Bananen. Was wir dieses Jahr zum ersten Mal gesehen haben: eine Art Waffeleisen mit einer Schüssel Teig, um sich die legendären “pancakes” selbst zu backen. Alternativ können sie natürlich auch aus der Speisekarte bestellt werden.
Abschließend kann man sagen, dass niemand das Restaurant hungrig verlässt.



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