Sicherheitstipps im Umgang mit Bären

8. Januar 2010 von  
Abgelegt unter Allgemein, Schlagzeilen, Typisch Amerika!

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2 kämpfende Grizzlys

Obwohl Bärenangriffe auf Menschen in den Nationalparks sehr gering sind möchte ich hier einige Tipps geben, wie man das Risiko eines Bärenangriffs reduzieren kann.

Wie unterscheidet sich Schwärzbär vom Grizzly?

Schwarzbären in Alaska

Schwarzbären in Alaska

Es bestehen einige Unterschiede zwischen Schärzbären und Grizzlys, denn farblich lassen sie sich teilweise recht schwer unterscheiden.  Schwarzbären sind nicht immer schwarz und Grizzlys nicht immer braun.

Von der Seite betrachtet hat der Schwarzbär eher einen geraden Rücken, während der Grizzly einen typischen Buckel hat. Die markanten Unterschiede sind jedoch die Krallen: bei Schwarzbären sind diese kürzer und etwas gebogen, während Grizzlys einfach nur riesige Pranken mit langen Krallen haben.

Wie sollte man sich auf Campingplätzen und Picnic Areas verhalten?

  • niemals im Zelt kochen und keine Lebensmittel im Zelt oder in Zeltnähe lagern.
  • Die Campsite sollte immer sauber sein, Müll sollte entsorgt und Geschirr abgewaschen werden.
  • stark riechende Dinge (Zahnpaste, Mückenspray, Seifen etc.), sowie Lebensmittel sollten in Bärenboxen eingeschlossen werden. Falls diese nicht vorhanden sind – alles in einem Sack mit Hilfe eines Seils an einer Astgabel einige Meter über dem Boden aufhängen.
  • leere Lebensmitteldosen nicht nur auswaschen, sondern eher ausbrennen.

Auf der Wanderung oder im Backcountry:

  • Man sollte es vermeiden Bären zu überraschen
  • nach Möglichkeit in einer Gruppe reisen – da man einfach lauter ist und die Bären sich von alleine zurück ziehen
  • ggf. singen, in die Hände klatschen oder irgendwie lauter sein
  • Bären sind Tag und Nacht aktiv – aber besonders gerne in der Dämmerung
  • Es gibt einige Anzeichen, wenn Bären in der Nähe sind: Spuren, Kratzspuren an Bäumen, Fellhaare und der legendäre Bärenschiss

Wie soll man sich verhalten, wenn man einem Bären begegnet?

  • ruhig verhalten und hektische Bewegungen vermeiden
  • Gib dem Bär genügend Raum um sich zurück zu ziehen
  • Man sollte selbst versuchen einen anderen Weg einzuschlagen, langsam und niemals weg rennen!
  • Wenn der Bär sich aufstellt: ruhig zureden und mit den Armen kreisen
100% Bärengebiet - Trapperhütte im Yukon

100% Bärengebiet - Trapperhütte im Yukon

Bären greifen niemals sofort an. 90% sind Scheinangriffe, sprich sie greifen an bleiben aber kurz vorher stehen. Ruhe bewahren.

Wenn er wirklich angreift, hilft nur kämpfen. Mit Gegenständen werfen oder Bärenspray einsetzen. Dieses ist in den USA meiner Meinung nach nicht wirklich notwendig. In Kanada (Yukon Territory) und Alaska, sollte Bärenspray immer zur Ausrüstung gehören. Sollte es direkten Kontakt zum Bären geben: Tod stellen! Kopf nach unten und Hände in den Nacken, ruhig liegen bleiben.

Eins sollte man jedenfalls nie tun: auf Bäume klettern. Dort ist man nie sicher denn:

  • der Schwarzbär klettert einem hinterher
  • der Grizzly schüttelt einen hinunter
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Abenteuer Big Salmon River

26. Juli 2009 von  
Abgelegt unter Featured, Reiseberichte

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Yukon Territory im August 2002. Vier junggebliebene Siegerländer machten sich per Boot auf den Weg vom Quiet Lake Richtung Dawson City. Es galt nebem dem Yukon River vor allem den Big Salmon River zu bezwingen. In Tagebuchform schildern die 4 Ihre Erlebnisse. Sie berichten von Grizzlys, Elchen und der Einsamkeit in der einzigartigen Natur von Kanada. Aufgrund der sehr guten Vorbereitung auf die Reise, konnten sie sogar eine lebensgefährliche Situation ohne größere Schäden meistern. Dieser kurze Auszug soll Lust auf mehr machen:

Nach dem Kentern

Nach dem Kentern

14 Uhr: Es passiert: Stromschnellen. Mario und Mathias sind ca. 100 Meter vor uns. Horst und Ich hören, wie Mario brüllt: Volle Kanne!

Die beiden paddelten wie die Wahnsinnigen und schaffen es gerade noch in einer Linkskurve an den Stromschnellen (Was auch immer das war) durch etwas ruhigeres Wasser vorbeizukommen. Horst und Ich wussten, das jetzt auf uns eine besondere Situation zukommen wird. Alles half nichts und so geschah es. Wir versuchten an den Stromschnellen links vorbeizukommen und wurden regelrecht in diese hineingesogen. Dort wurden wir mehrmals aufgeschaukelt und beim Eintauchen des Bootes ins Wasser aus diesem herausgeschleudert. Trotz der Schwimmwesten, die wir selbstverständlich am Körper tragen, versinken Horst und Ich erst mal voll unter die Wasseroberfläche; um uns herum jede Menge Wellen und Gicht. Unser Kanu treibt kieloben auf dem Fluss. Die Versuche von Mario und Mathias, das Boot zu bekommen scheiterten wegen der starken Strömung. Fazit: Das Kanu mit der Gesamten Ausrüstung ist weg. Horst und mir geht es aber soweit gut. Lediglich das kalte Wasser mit einer Temperatur von ca. 5-8 Grad machte uns nach ca. 1-2 Minuten Schwimmen etwas zuschaffen. Wir schaffen es endlich, uns an Büschen, Ästen oder ähnlichem an Land zu ziehen und sind der Meinung, nun festen Boden unter den Füßen zu haben. Nach genauerem hinschauen stellen wir fest, das wir auf einer Art Insel inmitten des Big Salmon Rivers gestrandet sind. Durch die Bäume und Büsche auf dieser Insel (ca. 30 Meter lang und 10-15 Meter breit) glaubten wir, den Uferbereich des Flusses erreicht zu haben. Nun bleibt uns keine andere Möglichkeit, nochmals durch den verbleibenden etwa 7-8 Meter breiten und ca. 70-80 cm tiefen aber schnelles Wasser führenden Flusses zu waaten. Horst, der etwas kräftiger als Ich gebaut ist, hatte schon Mühe, aufrecht gehend durch das Wasser zu kommen, schaffte es aber. Leider klappte es bei mir nicht so. Beim Versuch, den Fluss zu durchqueren, riss mir die starke Strömung plötzlich die Beine weg und Ich mußte mich schwimmend Richtung Ufer weiterbewegen. Das größte Problem war wie einige Minuten zuvor, das festhalten an Ästen und Sträuchern. Aber diesmal stand Horst am Ufer und zog mich an der Hand heraus…(nochmals danke) Mario und Mathias fahren zur gleichen Zeit wegen der Strömung etwa 200-300 Meter weiter und gehen nun auf der rechten Seite an Land. Dann gingen beide in verschiedene Richtungen: Mario geht uns Flussaufwärts entgegen und muss dabei auf den Berg klettern, da am Flussufer wegen des Dickichts das laufen unmöglich ist. Mathias lief Flussabwärts und hoffte, unser Kanu zu finden; jedoch ohne Erfolg. Da wir zu Hause bereits solche Situationen vorab durchgesprochen hatten, lief nun alles wie vorher besprochen absolut klasse ab. Mathias zündete sofort nach seiner Rückkehr ein Lagerfeuer an, damit wir uns trocknen und wärmen können. Glücklicherweise hatten wir in dem noch vorhandenem Kanu Brennholz, fertig gehackt von unserem letzten Camp. Das kam Horst und mir nun zu gute. Nach kurzer Besprechung beschließen wir, das Mario und Mathias weiterfahren um in Carmacks Hilfe zu organisieren.

Den kompletten Reisebericht gibt es unter: http://www.wildes-kanada.de zu lesen.  Die eigene Kanutour auf dem Yukon River 2005 gibt es dort bisher nur in Bildern. Ein Bericht folgt bestimmt noch. Direktflüge von Frankfurt nach Whitehorse bietet übrigens die Condor an.

Passende Literatur zum Thema findet Ihr hier:

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